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Coffee to M-P-U

Was hat der Genuss einer guten Tasse Kaffee mit der bitteren Erfahrung einer MPU zu tun?

Nun – warum nicht bei einer warmen Tasse Kaffee von den Erfahrungen anderer profitieren?

Über die MPU wird viel erzählt. Vieles davon gehört ins Reich der Märchen.

Entspannen Sie bei “Coffee to MPU”. Verfolgen Sie Geschichten, die das MPU-Leben so schreibt.

Brühwarm erzählt und zu Ihrem Kaffee serviert.

Der Kaffeeduft steigt Ihnen schon in die Nase? Dann machen Sie es sich gemütlich.

M P U-Geschichten – und …











… eine gute Tasse Kaffee

Jasmin im MPU-Gespräch: …ich wollte doch nur nach Hause…

Wie alles anfing

“Angefangen hat alles 2016 im Oktober…ich pflegte und versorgte meine alte Eltern (seit etwa 3Jahren). Mein Vater kam im September 2015 erstmals ins Krankenhaus. Daran schlossen sich 4 weitere Aufenthalte an.

Zu der Zeit arbeitete ich als Arzthelferin. Die Arbeitsbelastung war von Anfang an recht groß (eine Arbeitskollegin fiel durch einen Arbeitsunfall aus, ich identifizierte mich mit der Praxis sehr und wir hatten ein sehr hohes Patientenaufkommen. Mit dem Tag, an dem mein Vater ins Krankenhaus kam, stieg die Belastung noch mehr. Meine Mutter nahm das alles sehr mit – teilweise wurde sie auch aggressiv.”

Das Drama nimmt seinen Lauf

“Am Vorabend meiner Trunkenheitsfahrt hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter – sie hatte den Telefonhörer dann aufgeknallt. Ich hatte hinterher keine Ruhe mehr. Ich bin dann ins Bett. Morgens bin ich trotzdem zur Arbeit gefahren. Um etwa 11 Uhr fragte ich meinen Chef, ob ich mal zu meiner Mutter fahren könne. Ich müsse mit ihr reden. Er stimmte zu. Dann bin ich also zu meiner Mutter gefahren, wir haben gesprochen und dann war alles wieder in Ordnung. Sie weinte. Wir nahmen uns in den Arm.

Mein Vater sollte in Pflege und wollte aber nicht (er war im Krankenhaus zum Pflegefall gewordenn).

Wenn ich in der Praxis war, war ich 12 Stunden arbeiten, dann auch immer wieder im Krankenhaus bei meinem Vater.”

Die Fahrt

“An dem Tag meiner Trunkenheitsfahrt war ich auch in der Praxis arbeiten. Die Tochter meines Chefs hatte gerade ihr Medizinstudium erfolgreich beendet. Wir stießen in der Praxis mit Sekt (1Glas Sekt) darauf an. Ich hatte dann noch aufgeräumt. Da bin ich immer wieder an die Flasche und habe etwas getrunken. Aus Freude, dass alles gutgegangen ist. 6-7 Weinbrandpralinen habe ich auch noch gegessen – obwohl ich das sonst nie gemacht hatte. Ich esse normalerweise nichts Süßes. Warum ich die Pralinen aß, kann ich nicht mehr sagen. Ich war einfach zufrieden, dass alles wieder in Ordnung war. Ich aß die Pralinen richtig hintereinander weg.”

“Ich wollte doch nur nach Hause…”

“Getrunken hatte ich insgesamt dann 2 Flaschen Sekt – etwa von 15 Uhr bis etwa 19 Uhr. Dann hatte ich mich ins Auto gesetzt, ohne mir Gedanken zu machen. Ich war müde und wollte nach Hause fahren. Unterwegs wurde ich von der Polizei angehalten (nach etwa 10 km).”

“Was denken Sie über die in Deutschland geltenden Gesetze zum Alkohol im Straßenverkehr?”

“Ich finde Null Promille am besten, dann kommt man erst gar nicht in Versuchung. Alkohol ist nicht wichtig im Leben.”

“Wäre es denn dann auch zum Delikt gekommen, wenn die von Ihnen genannte 0,0 Promillegrenze gegolten hätte?”

“Ich denke mal schon. Denn ich hatte mir keine Gedanken zur Promillegrenze gemacht. Hätte ich mir Gedanken gemacht, hätte ich nicht soviel getrunken.”