Autofahren im Alter – Eine Herausforderung

Wir alle werden mit zunehmendem Alter mit – mehr oder weniger – körperlichen und geistigen Veränderungen konfrontiert. Oft können ältere Autofahrer Defizite beispielsweise im Bereich der Reaktionsgeschwindigkeit oder Wahrnehmung aufgrund Ihrer Erfahrung und entsprechend vorausschauende Fahrweise kompensieren.

Allerdings deckt sich die subjektiv empfundene Fahreignung nicht zwingend mit objektiv beobachtbarem Verhalten, was zu gefährlichen Verhaltensweisen im Straßenverkehr führen kann. Da es hierbei jedoch eher selten zu Unfällen kommt, treten entsprechende Fehlhandlungen nicht ins Bewusstsein, sondern werden hierdurch positiv verstärkt und treten immer häufiger auf.

Hinzu kommen oft diffuse Medikamentenwirkungen (Medikamenten-Cocktail mit unklaren Wechsel-/Nebenwirkungen), fehlende Selbstreflexion (“…ich fahre schon seit Jahrzehnten unfallfrei, noch nie ist was passiert”), eingeschränkter Bewegungsapparat oder das Fahren mit einem unzureichenden oder überholten Kenntnisstand (“… das mache ich schon immer so, dass habe ich so gelernt”). Diese Defizite können zwar in jedem Alter auftreten, in dieser Konstellation jedoch insbesondere bei Senioren.

Was fehlt noch in dieser Gemengelage: 
die heutige Komplexität des Verkehrs und der Fahrzeuge.

Insgesamt wird deutlich, dass jeder Verkehrsteilnehmer in jedem Alter unter bestimmten Umständen seine Fahreignung hinterfragen sollte. Ist er/sie dazu nicht in der Lage, sollten Angehörige unbedingt darauf hinwirken.