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Alkohol: Erfolgreiche MPU als Weg zum Führerschein
Alkohol: Erfolgreiche MPU als Weg zum Führerschein

Alkohol: Erfolgreiche MPU als Weg zum Führerschein

Alkohol – MPU – Führerschein: Vom „weg“ zum Weg

Alkohol MPU Führerschein

Auto in Tordurchfahrt

„Alkohol MPU Führerschein“ – 3 Begriffe, die nichts miteinander zu tun haben? Und doch haben wir ständig damit zu tun. Kommt also zusammen, was zusammen gehört?

„Angefangen hat alles mit einer Alkoholkontrolle. Ich hab den Führerschein verloren.“ Hört man oft.

Was folgt, führt häufig zu „Schluckbeschwerden“: Meist gehört der Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund eines Alkoholdelikts zu den eher schmerzhafteren Erfahrungen. Eine Demütigung. Was dann kommt, sorgt ebenfalls nicht unbedingt für Erleichterung. Die MPU stellt zunächst die vermeintlich unüberwindbare Hürde dar.

Übrigens sagt die umgangssprachliche Redewendung: „ich habe den Führerschein verloren“ viel aus. Macht sie doch deutlich, dass die meisten Betroffenen tatsächlich (oft noch unbewusst) der Meinung sind, eigentlich habe ihr Alkoholkonsum eigentlich nichts problematisches an sich. Das Hauptproblem sei vielmehr zum einen die dämliche Polizeikontrolle, zum anderen sei es einfach Pech gewesen – man habe ja schließlich nicht „so extrem“ getrunken. Hier gilt es, Licht ins Dunkel zu bringen.

Einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Wiedererlangung des Führerscheins stellte daher die MPU Vorbereitung dar. Sie bildet die Basis einer erfolgreichen MPU und öffnet den Weg zum Führerschein. Am Anfang stand jedoch: der Alkohol.

Alkohol

Alkohol MPU Führerschein - Kommt zusammen, was zusammen gehört?

Unsere Gesellschaft ist wie viele andere auf der Welt vom Alkohol geradezu durchtränkt. Alkohol ist ständiger Begleiter. Der Erstkonsum beginnt meist im Jugendalter. Traditionelle Anlässe führen zum oft ersehnten – gebilligten – Erstkontakt. Erste Erfahrungen führen zu ersten Erlebnissen, in denen der Alkohol maßgeblich unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflusst. Finden wir gefallen daran, wird der Alkohol unter Umständen intrumentalisiert.

Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: Es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber- und Gehirnzellen auf. – Es löst nur keine Probleme.

Unbekannt

Der Genuss spielt zunehmend erst eine Nebenrolle, später gar keine Rolle mehr. Es kann zur Alkoholabhängigkeit kommen. Weitere nützliche Hintergrundinformationen rund um das Thema Alkohol und schädlichen Gebrauch von Alkohol können Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministerium lesen.

MPU

Es wäre fahrlässig, sich nicht mit dem Thema MPU zu beschäftigen. Auch wenn sie „nur“ die Folge eines entsprechenden Verkehrsdelikts darstellt. Der Verlust des Führerscheins ist meist (wie bereits im 1. Teil dieses Beitrags erwähnt) der Gipfel des Eisbergs. Nur dadurch werden wir uns gezwungen sehen, unser Verhalten, unseren Alkoholkonsum zu hinterfragen. Zumindest, wenn wir eine positive MPU erreichen wollen.

MPU und MPU Vorbereitung

…gehören eng zusammen. Gerade Delikte mit Alkohol offenbaren dahinterliegende problematische Verhaltensmuster, die meist nicht nur den Lebensalltag betroffender Klienten beeinflusst, sondern sich z.B. im Straßenverkehr zeigt.

Worum geht’s bei der MPU überhaupt?

Im Rahmen der MPU Begutachtung sollen die Gutachter einschätzen, ob der Betroffene wieder fahrtauglich ist, sich also mit seinem Alkoholkonsum, seinem Alkoholdelikt und den Folgen entsprechend auseinandergesetzt hat. Und: ob zu erwarten ist, dass er zwischenzeitlich verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen kann bzw. den Alkoholkonsum komplett eingestellt hat.

MPU als Chance

Es ist aus Klientensicht wichtig zu verstehen, dass die MPU kein „Hindernis“ ist, sondern vielmehr eine Chance, zu zeigen, dass man aus den Fehlern gelernt hat und für sein Problemverhalten zwischenzeitlich konstruktive Verhaltensweisen entwickelt hat. Die Untersuchung ermöglicht es dem Betroffenen, Verantwortung zu übernehmen und die Bereitschaft zu zeigen, sein Verhalten zu ändern bzw. geändert zu haben.

Wie gelingt eine erfolgreiche MPU?

Zwar gibt keine Garantie, dass die MPU erfolgreich verläuft, aber eine gründliche Vorbereitung und ehrliches Selbstreflexion können die Chancen verbessern. Ein professioneller Berater oder Therapeut kann dabei helfen, die persönlichen Herausforderungen anzugehen und die nötige Unterstützung zu bieten. Ich habe in meinen Klientengesprächen sehr häufig die Erfahrung gemacht, dass die Betroffenen sich selbst besser kennenlernen und neue Wege finden, mit Stress und Problemen unzugehen. Dies wird als sehr bereichernd empfunden, zumal die Zeit nach dem Führerscheinverlust und der MPU-Vorbereitungsphase zu Beginn oft mit Unsicherheit und Frustration einhergeht.

Frust - game over
Frust – game over

Damit einhergehend ist oft das Gefühl der Scham besonders zu Beginn der Auseinandersetzung mit den Folgen des Delikts ständiger Begleiter. Sich zu offenbaren und Hilfe zu suchen fällt nicht jedem leicht. Dabei ist es in Ordnung, Unterstützung zu suchen und sich nicht alleine mit dem Alkoholproblem und seinen Konsequenzen auseinandersetzen zu müssen. Erste Anlaufstelle können entsprechende suchttherapeutische Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen sein, die helfen können, einen Weg aus der Krise zu finden. Doch spätestens, wenn es auch darum geht, sich einer MPU zu stellen, sollte der Weg zum erfahrenen Psychologen führen.

Die MPU wird darauhin mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem postiven Ergebnis führen.

Zusammenfassung

Insgesamt stellen ein Alkoholproblem, der Führerscheinverlust und die damit verbundene MPU eine schwierige Situation dar, die aber auch eine Chance für persönliches Wachstum und positive Veränderung sein kann. Es erfordert Mut und Entschlossenheit, die eigenen Probleme anzugehen und die notwendigen Schritte zu unternehmen, um das Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Alkoholproblem nicht einfach von selbst verschwindet. Es erfordert eine kontinuierliche Anstrengung, um damit adäquat umgehen zu können. Der erste Schritt besteht darin, die Tatsache anzuerkennen, dass es überhaupt ein Problem gibt, und dafür die Verantwortung zu übernehmen.

Eine MPU kann eine einschüchternde Aussicht sein, aber es ist wichtig zu erkennen, dass sie nicht als Bestrafung, sondern als Chance betrachtet werden sollte. Die MPU bietet die Möglichkeit, die persönlichen Fortschritte zu zeigen und darzustellen, was und wie man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Es ist wichtig, sich auf die MPU vorzubereiten, indem man sich Zeit nimmt, sich selbst zu reflektieren und die Gründe für den Alkoholkonsum zu verstehen. Es ist überaus hilfreich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die notwendigen Schritte zur Veränderung zu identifizieren und zu entwickeln. Die Erfahrung aus meiner langjährigen gutachterlichen Praxis zeigt, dass Klienten, die dies allein versucht haben, hoffnungslos damit überfordert sind.

Während der MPU ist es von großer Bedeutung, offen und ehrlich zu sein. Der Psychologe möchte verstehen, wie Sie als Betroffene(r) die eigene Situation wahrnehmen und in Zukunft vergleichbare Delikte verhindern wollen. Dies deckt sich übrigens mit dem Grundanliegen der Führerscheinstelle und der zugrunde liegenden Fragestellung. Die Gutachter sollen ja eine die Fahreignung betreffende Prognose abgeben. Dazu gehört die Erwartungshaltung, dass der Klient nicht wieder in alte Gewohnheiten und Verhaltensmuster zurückfällt. Es ist ratsam, sich auf die Fragen vorzubereiten und sich Zeit zu nehmen, um über die Antworten nachzudenken. Gleichzeitig sei an dieser Stelle nochmals betont: es gibt keinen Fragenkatalog mit dazu passenden Antworten.

Der Führerschein ist wieder da

Wenn die MPU erfolgreich absolviert wurde und die Fahrerlaubnis wieder erteilt wurde, ist es wichtig, die Veränderungen beizubehalten und an einem gesunden Lebensstil festzuhalten. Dies kann bedeuten, den Alkoholkonsum zu reduzieren oder ganz aufzugeben und sich beispielsweise anderen Stressbewältigungsstrategien zuzuwenden. Letztendlich kann der Verlust des Führerscheins und die MPU einen Neuanfang bedeuten, der idealerweise zu einem erfüllteren und verantwortungsvolleren Leben führt. Im Ergebnis bietet die MPU, insbesondere jedoch die MPU Vorbereitung, die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen, persönliche Stärken zu entdecken und neue Ziele zu setzen. Der Weg mag steinig sein, aber mit Entschlossenheit und Unterstützung ist es möglich, aus den Fehlern zu lernen und eine positive Veränderung zu bewirken.

MPU-Know-how.de
Author: MPU-Know-how.de

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